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PSYCHODRAMA-TAGE COESFELD - PAUSE!

Tage der szenischen Begegnung
Ein Seminar für Menschen in therapeutischen oder pädagogischen Arbeitsfeldern sowie Menschen, die beruflich oder auch ehrenamtlich Gruppen und Teams leiten, beraten oder begleiten und Menschen, die neugierig sind

Ort
Tagungshaus Kolping-Bildungsstätte

Veranstalter
Kolping-Bildungsstätte Coesfeld GmbH

TermineFr, 10.03.2023, 16:00 Uhr - So, 12.03.2023, 14:00 UhrTermin buchen

In Zusammenarbeit mit

Rheinlandinstitut für Fort- und Weiterbildung
Psychodramainstitut für Europa
Soziddrama Akademie
Psychodrama Institut Freiburg
 

PAUSE !

„Manchmal sollte man weder mit noch gegen den Strom schwimmen, sondern einfach mal aus dem Fluss klettern, sich ans Ufer setzen und eine Pause machen“

Von allen Seiten zieht es an uns: Was wir sollen, was getan werden muss, was noch fehlt. Und dann gibt es noch die eigenen Wünsche: Was wir wollen, wonach wir streben, wozu wir uns berufen fühlen…

Wir möchten Euch einladen, aus dem Fluss zu klettern und mit uns eine Pause zu machen. Und das Wesen von Pausen zu ergründen.

Manche Pausen werden mühsam errungen. Pausen werden instrumentalisiert (Pausen fördern die Leistung!). Und sind es dann noch Pausen? Andere Pausen stellen sich ungewollt ein. Kann ich auch davon profitieren?

Wir freuen uns auf lebendigen und szenischen Austausch am Ufer.

Workshops

Für die Planung und Workshops haben wir wieder interessante Menschen gewinnen können. Unterstützt haben uns: Rodica Anuti-Risse, Uwe Reineck und Angela Winderlich. Einige Ausschreibung haben wir schon. Alle weiteren folgen Mitte Januar.

Workshops:

Workshop 1 : Hört Sisyphos in der Pause Rolling Stones?

In einer der ältesten Analogien für unser Leben ist ihr Protagonist auf ewig verdammt ein Fels den Berg hinaufzurollen.

Immer kurz vor dem Gipfel entgleitet ihm der Stein und rollt den Berg wieder hinab. Sisyphos muss sich dann auf den Rückweg machen und seine absurde Aufgabe von Neuem beginnen. Viele unsere Probleme haben einen ähnlichen Charakter: Wir bemühen uns stetig um deren Lösung kommen aber nie zum Ziel.

Der Philosoph Camus interessiert sich für den Moment der Pause, in dem Sisyphos ins Tal hinuntersteigt, während der Stein nach unten rollt: Was denkt er? Was fühlt er? Camus bietet an, sich Sisyphos als glücklichen Menschen vorzustellen…… Wie das?

Im Workshop werden wir einige Mythodramen auf die Bühne bringen und sehen, ob manche Problem-Schicksale nicht auch durch Rock `n Roll (oder ähnliche Hilfsmittel) überwunden werden können.
 Uwe Reineck

Workshop 2: - P A U S E mehr als die Abwesenheit von…

So wie Gesundheit mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit, ist P A U S E mehr als die Abwesenheit von...

In diesem Workshop erkunden wir im „Pausenmuseum“ biographische, transkulturelle und transgenerationale Pausenkulturen, Pausenmuster und – Schemata, erinnern uns an Glaubenssätze und Haltungen, die uns zum Thema Pause geprägt haben.
In Gedanken – und Atempausen, Surplus oder Pausenzauberladen, mit Vignetten oder Stegreifspiel laden wir ein, Sinn und Unsinn von Pausen (-Gewohnheiten) neu zu definieren und sich individuelle Pausenbedürfnisse zu erlauben.

Marlene Busch 

Workshop 3: Pause von der Realität - der Stoff, aus dem die Träume sind

In unseren Träumen verarbeiten wir unsere Realität, auch wenn wir uns vermeintlich in der Schlafpause befinden. Diese zeigt sich dann in Bildern, Metaphern und Szenen, auf die wir keinen Einfluss haben.
An diesem Workshop nähern wir uns spielerisch der Funktion und der Bedeutung von Träumen in unserem Leben.
Wer sich seinem Traum genauer widmen möchte, hat die Gelegenheit, diesen in und mit der Gruppe psychodramatisch zu erkunden.
Dozentin: Angela Winderlich 

Workshop 4: Einmal Welt anhalten, bitte! Psychodrama zum Kennenlernen

Mit Psychodrama die Welt anhalten? Wie geht das bitte? Gibt es neben der „break“–Taste vielleicht auch „rewind“ oder „fast forward?“ Und wie fühlt sich das an? Warum funktioniert das? Wozu ist das gut und wo und mit wem kann man das Psychodrama anwenden?
Dieser Workshop ist eine Reise durch die Vielfalt psychodramatischer Methoden. Ihr könnt die eine oder andere Zeitreise machen, oder erleben, wie es ist, wenn wir mit Psychodrama die Welt anhalten. Ihr werdet dabei einen Blumenstrauß von Methoden ausprobieren und Eindrücke mitnehmen, die aus dem Moment entstehen. Mit Kreativität, Spielfreude, Fluxkompensator und Lust am Erleben... – eben Psychodrama.
Gäste, Psychodrama-Einsteiger*innen und Ausbildungskandidat*innen sind dazu herzlich willkommen.
 Kailash von Unruh und Ulrich Markowiak

Workshop 5: Bleibt es dabei?

Verabredungen mit Freunden für gemeinsame Freizeit, unsere großen Pausen, sind schon lange notwendig. Wir treffen uns nicht mehr selbstverständlich auf einem ‚Dorfplatz‘, in der Kneipe oder können recht sicher sein, dass der Andere zuhause anzutreffen ist.
Das Angebot an Pausengestaltung ist gewaltig. Ständig ploppt irgendwo auf, ich soll mich entspannen, zu meinem Atem finden, endlich mir mal Ruhe gönnen, Kondition und Muskeln aufbauen. Ach ja, TV, mit Netflix – einfach mal abhängen.
Meinem Eindruck nach öffnet sich, nicht erst seit dem ‚bösen C‘, eine Schere im multioptionalen Raum. Die allgegenwärtige Möglichkeit, sich kontakt- d.h. konfliktfrei zurückzuziehen, hat begonnen Verbindlichkeit zu dominieren.
Die Pause als innerer Ort, losgelöst von soz. Verbindungen, verschafft beherrschbare Resonanz aus dem Ohrstöpsel. Seit langem beobachte ich einen Rückzug vieler Mitmenschen aus dem Sozialen. Wird Gemeinschaft immer weniger als Ressource erlebt?
Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Vereine, Chöre, Musikgruppen beklagen z.T. existenzbedrohenden Mitgliederschwund, oft mit der Deutung: ‚es will sich ja keiner mehr festlegen‘. Vereinzelung wird mit Individualisierung verwechselt und damit nahezu erstrebenswerte Selbstverwirklichung, mit 100 Freunden im Netz und 1000 Followern.
Verabredung kurzfristig abzusagen, das kostet kein Wort, sondern nur Klicks. Das nach innen gerichtete Ohr grummelt, „mein Bauch lügt nicht: Das ist mir gerade zu viel.“
‚Bleibt es dabei?‘, ist die unsicher Frage des Gastgebers, der weiß, dass seine Einladung nur eine unter vielen Optionen an diesem Abend ist.
So langsam kommen mir Fragen an die angestrengte Gesellschaft, denn nur über Verbindlichkeit lässt sich Gemeinschaftsgefühl erleben, diese Ressource von Resilienz ausschöpfen. Aber zunehmend wird nicht mehr Geborgenheit in Gemeinschaft gesucht, sondern Selbsterschaffung durch Leistung - in Singularität!
Sollte es wirklich zu einer Art Umprogrammierung unserer Gesellschaft kommen? Mit den unbewussten Bewegern können wir arbeiten, die Orchestrierung als causa finalis nur deuten.
Einladung zur Begegnung mit ‚Einsamkeit‘.
Gerd Wördehoff 

Workshop 6: Freeze the world…

Freeze the world…
Krisen und schräge „Fakten“ um uns herum, die die gemeinsame Wirklichkeit und unsere Beziehungen darin auf den Kopf stellen und manch einem stellt sich die Frage wie ein zufriedenes Leben angesichts dieser Bedingungen möglich ist… Da braucht es ein „FREEZE!“
Mal Pause machen vom täglichen Funktionieren, Heraustreten aus unseren Alltagsmustern und durchatmen. Sich Zeit nehmen, mit etwas Abstand draufzuschauen, auf uns, auf unser Leben und alles was dazu gehört…
Auf dem Weg von frustvoll zu lustvoll braucht es Entscheidungen…Entscheidungen, Dinge mehr zu machen oder weniger, Kontakte zu suchen oder zu lassen, Zeit zu widmen oder sich selbst zu nehmen…
Wir drücken gemeinsam diese „Pausentaste“ für die gemeinsame Wiederentdeckung des Lustvollen und Zufriedenen in unseren Leben und der Entwicklung von persönlichen Visionen, auf die es sich lohnt hinzuarbeiten.
Nehmen wir uns Zeit und Raum …und übernehmen damit wieder das Steuer!
 Kerstin Scotland und Hoger Harries 

Workshop 7: Bunte Gruppe – Theaterpädagogischer Workshop für Kinder und Jugendliche (6- 18 Jahre)

Einfach mal eine (Denk)pause machen und Spaß haben!
Es gab in letzter Zeit viele Veränderungen und Herausforderungen. Besonders Kinder und Jugendliche haben viel pausieren müssen. Sie konnten durch die  äußeren Rahmenbedingungen nicht einfach „ihr Ding machen“ und sich frei entfalten. 
Im Rahmen des Workshops werden wir zusammen eine Pause vom (Schul)-alltag machen und uns auf Entdeckungsreise begeben und die aktuelle globale Lage aus den Augen der Kinder und Jugendlichen betrachten.
Die Teilnehmer*innen bekommen Raum für Zukunftsängste aber auch für Zukunftsvisionen. Mit viel Leichtigkeit und Kreativität werden wir kleine Sketchen auf die Bühne bringen und uns hoffentlich selbst zum Lachen bringen :)
Außerdem werden die Teilnehmer*innen ganz viel Freiraum für ihre eigenen Ideen und Wünsche bekommen. 
Wir laden Kinder ab dem Schulalter und Jugendliche ein, dabei zu sein. Bei jüngeren Kindern nehmen Sie bitte Rücksprache mit Petra van Husen. 
Ich freue mich auf alte und neue Gesichter
Jana Harriers

Vortrag: Pausenlos in Krise? Meine humorvolle Resonanz auf Corona.

Drei Jahre später. Persönlich gefärbter Rückblick auf Absurditäten, braucht es eine Art kollektiver Heilung? Verfahrensspezifischer Blick, was bietet das Psychodrama? Humorvolle Würdigung der Pandemie – wie geht ein für mich passender Abstand zu dieser Welt

Hannah Roßwinkel

Dozierende

Marlene Busch, Lehrerin für Gesundheitsberufe, Heilpraktikerin, Psychodramaleiterin und Supervisorin (zertifiziert bei Dr. Ella Mae Shearon)

Holger Harriers, Dipl.-Psychologe, Psychodramatherapeut, Verhaltenstherapeut, 
Jana Harriers, Heilpädagogin und systemischer Beraterin, Traumapädagogin / Traumafachberaterin 
Petra van Husen, Dipl.-Pädagogin, Psychodrama- Leiterin, Bibliodramatikerin, Päd.-Leiterin der Kolping-Bildungsstätte Coesfeld
Ulrich Markowiak, Organisationsberater, Coach, Supervisor Koordinator des Beraternetzwerkes koelnteam, Rheinland Institut
Uwe Reineck, Dipl.- Psychologe, Dipl. Sozialpädagoge, Psychodrama Institut Freiburg/Heidelberg
Kailash von Unruh, Dipl. Psychologin, freiberufliche Beraterin/Trainerin, Rheinland Institut
Hannah Roßwinkel, Gruppen- und Bezugstherapeutin, Suchttherapeutin (VDR), Erziehungs- und Bildungswissenschaften (MA), Soziale Arbeit (BA), Psychodrama-Praktikerin
Angela Winderlich, Oberstudienrätin, Psychodramaleiterin DFP, Mediatorin
Gerd Wördehoff, Dipl.-Psychologe, Psychodrama-Therapeut (DAGG), Psychoanalytiker (DGIP, DGPT), Verhaltenstherapeut, Dipl.-Sozialarbeiter – Sozialtherapie, eigene Praxis in Bochum

Arbeitsgemeinschaft Psychodramatage Coesfeld

Petra van Husen  Dipl.-Päd., Psychodrama- Leiterin, Päd. -Leiterin der Kolping Bildungsstätte Coesfeld GmbH

Kerstin Scotland Dipl.-Psychologin, Psychodrama –Therapeutin (DAGG), Verhaltenstherapeutin. Psychologische Psychotherapeutin, Supervision, Coaching, Training, eigene Praxis, Rheinland Institut, Recklinghausen

Kailash von Unruh
Dipl. Psychologin, freiberufliche Beraterin/Trainerin, Rheinland Institut, Köln

Bei der Planung unterstützt haben uns: Rodica Anuti-Risse, Uwe Reineck und  Angela Winderlich.

Zielgruppe

Menschen, die in therapeutischen, pflegerischen oder pädagogischen Arbeitsfeldern tätig sind. Menschen, die beruflich oder auch ehrenamtlich Gruppen und Teams leiten, beraten oder begleiten. Menschen die neugierig sind.

Termin

10.03.23, 16.00 Uhr - 12.03.23, 14.00 Uhr

Kurs-Nr.

08-2023-03-005

Teilnahmegebühr

359,00 Euro 

279,00 Euro (ermäßigt für Studenten) 

61,00  Euro (Kinder)
inkl. Unterkunft und Verpflegung,

35,00 Euro (Gäste zum Vortrag, Buffet und Party)

Anmeldung

Sie können während des Wochenendes an einem Workshop teilnehmen.
Bei der Anmeldung bitte Ihre Erstwahl und eine Alternative  angeben.

Anmeldung

  • Lea Honrath

    Sekretärin - Lebensgestaltung und Persönlichkeitsentwicklung, Sterbe- und Trauerbegleitung

    +49 2541 803-132
    E-Mail


Fachliche Fragen

  • Petra van Husen

    Pädagogische Leitung - Hörschädigung und Kommunikation, Weiterbildung Musik, Lebensgestaltung und Persönlichkeitsentwicklung, Menschen mit Behinderungen, Geschäftsleitung / Leitung, Pädagogik

    +49 2541 803-114
    E-Mail

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Anschrift

Kolping-Bildungsstätte
Coesfeld GmbH
Gerlever Weg 1
48653 Coesfeld

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