Überblick verschaffen – Reflexionsworkshop für Menschen in der Trauerbegleitung

Austausch und Reflexionsworkshop für Mitarbeiter/-innen in der Trauer und Sterbebegleitung

Ort
Tagungshaus Kolping-Bildungsstätte
Gerlever Weg 1 48653 Coesfeld

Veranstalter
Kolping-Bildungsstätte Coesfeld GmbH

Termine
Fr, 14.09.2018, 17:00 Uhr - Sa, 15.09.2018, 17:00 UhrTermin buchen

Die Begleitung eines Sterbenden und/ oder seiner Angehörigen ist eine Aufgabe, die für den/die Begleiter/-in mit vielfältigen und vor allem sehr unterschiedlichen Emotionen verbunden sein können: hier treffen sich Aggression, Schwäche, Vorwürfe, Ambivalenzen, Neid, aber auch Fülle und Bereicherung, um nur einige wenige zu benennen. 

Als Begleiter/-innen betreten Sie oftmals unbekannte häusliche Felder und treffen dort ungewollt Situationen an, die gar nicht „Ihnen gehören“, in die Sie „verstrickt“ werden und in denen Sie sich aufgefordert fühlen, zu handeln. Diese Dynamik erlebt jede/r unterschiedlich Die verschiedenen Familiendynamiken sind dabei so unterschiedlich, wie es die Menschen sind. 

Das Seminar soll Ihnen dazu verhelfen, diese Situationen in den Familiensystemen mit dem erforderlichen Abstand und einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Hierbei soll der gemeinsame Austausch im Seminar Ihnen Handwerkszeug und Überblick vermitteln.

Konzeption

Die Selbstreflexionskompetenz gilt als eine zentrale Kernkompetenz in der Sterbe- und Trauerbegleitung. In der Begleitung muss ich mir immer wieder bewusst sein, welche Affekte und welche Emotionen der Begleitete in mir freisetzt. Ich muss diese Gefühle spüren und identifizieren können und zugleich muss ich in der Begleitungsrolle in der Lage sein zu differenzieren zwischen dem, was der oder die Andere in mir auslöst und was davon auch meine biographischen Anteile sind und was meine Erfahrungen wachruft. 

Als Sterbe- und Trauerbegleiter kann und darf ich nicht nur beim anderen sein, sondern ich darf und muss auch bei mir selbst sein. Es geht nicht um ein entweder/oder, sondern immer um ein „und“. Ich bin beim anderen und bei mir. Gerade in besonders belasteten und belastenden Begleitungen gerät dieses „und“ häufig aus dem Blick oder geht sogar ganz verloren. In diesem Workshop geht es gezielt darum, konkrete eigene Begleitungserfahrungen zu reflektieren und im gemeinsamen Gruppenlernprozess an diesen Erfahrungen zu wachsen.

Methode

In vertrauter kollegialer Runde werden Sie in kleinen Schritten an die Bedeutung und Nützlichkeit eines „überblickenden Austausches“ herangeführt. Die Angebote sind prozessorientiert und erfolgen über praktische Übungen u.a. in Kleingruppen, über Selbstreflexion, kollegiale Beratung, psychodramatische Angebote und Supervision in unterschiedlichen Settings.

Dozentinnen / Dozenten

Anja Gloddek-Voß, Münster; Koordinatorin im ambulanten Hospizdienst, Palliative Care Fachweiterbildung, Diplom Heilpädagogin, Supervisorin (DGSv), Psychodramaleiterin 

Martina Zabel, Bochum; Dipl.- Pädagogin, Trauerausbildung bei Jorgos Canacakis, Supervisorin (DGSv), Mediatorin, Leiterin einer Wohnstätte für Menschen mit geistiger Behinderung

Adressat/-innen

Ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter/-innen in der Sterbeund Trauerbegleitung
Dieser Workshop ist u.a. gedacht für aktive Trauerbegleiter/-innen und erfüllt die Vorgaben des Bundesverbandes Trauerbegleitung e.V. (BVT) zur regelmäßigen begleitenden Supervision

Termin

14.09.18, 17.00 Uhr – 15.09.18, 17.00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2018-09-073

Teilnahmegebühr

250,00 Euro inkl. Unterkunft und Verpflegung

Mindestteilnehmeranzahl

12

Anmeldung

  • Ulrike Bertels

    Sekretärin - Lebensgestaltung und Persönlichkeitsentwicklung, Sterbe- und Trauerbegleitung

    +49 2541 803-132
    E-Mail


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