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Modulare Qualifizierung zur Beratenden Pflegefachkraft in Einrichtungen der Eingliederungshilfe

Hier können sie Modul 1-5 zusammenhängend buchen.

Ort
Tagungshaus Kolping-Bildungsstätte
Gerlever Weg 1 48653 Coesfeld

Veranstalter
Kolping-Bildungsstätte Coesfeld GmbH

TermineMi, 31.08.2022, 10:00 Uhr - Fr, 19.05.2023, 17:00 UhrTermin buchenHier können die Module 1-5 zusammen gebucht werden.

Kurs fängt am ersten Tag um 10:00 Uhr an!!!

Konzeption

Aufgrund der demographischen Entwicklung steigt der Bedarf an pflegerischen Assistenzleis-tungen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe ständig. Neben den sich verändernden Be-treuungssituationen verändern sich auch Rahmenbedingungen und gesetzliche Grundlagen. Das Konzept dieser modularen Weiterbildung orientiert sich an der kommunikativen, sozialen und methodischen Kompetenz von Mitarbeiter/innen den neuen Anforderungen im Sinne der zu betreuenden Zielgruppen sowie der Einrichtungen gerecht zu werden.

Mit der „Beratenden Pflegefachkraft“ kann hier in besonderer Weise den Anforderungen Rechnung getragen werden. Beratende Pflegekräfte sind Ansprechpartner/-innen für fachliche Fragen, die die pflegerischen Assistenzleistungen sowie das pflegerische Risikomanagement betreffen. Sie fördern die Umsetzung der fachlichen Standards der Pflege. Darüber hinaus sollen sie Mitarbeiter/-innen ohne pflegfachliche Ausbildung entsprechend anleiten, beraten und schulen.

Der aktuelle pflegerisch-medizinische Wissensstand wird in 5 Modulen vermittelt. Kenntnis, Umsetzung, Überprüfung und Weiterentwicklung der Expertenstandards des DNQP sowie der pflegerischen Rahmenbedingungen bilden dabei u.a. einen Schwerpunkt.

Neben den nationalen Expertenstandards wird eine pflegerische Verknüpfung zu anderen pflegerelevanten Themen und gesundheitlichen Risiken hergestellt, die als sogenannte Be-gleitsyndrome angesehen werden können. Ziel ist es, pflegerische Risiken eines Menschen neben den durchzuführenden Prophylaxen als Netzwerk und in Wechselwirkung miteinander im Sinne einer Ganzheitlichkeit zu sehen und zu kommunizieren. Neben dem fachlich-inhaltlichen Teil dieser Weiterbildung werden Grundlagen und Notwendigkeiten für eine fach- und sachgerechte Dokumentation sowie die Kenntnis rechtlicher Gegebenheiten vermit-telt.

Die Methodik der Seminargestaltung orientiert sich jeweils an den entsprechenden Inhalten der Module und umfasst u. a. praktische Arbeiten, eine schriftliche Abschlussarbeit mit Prä-sentation im Rahmen eines Abschlusskolloquiums.

Modul 1 - Die „Beratende Pflegefachkraft“ als Experte

Die Beratende Pflegefachkraft

  •  Rolle und betriebliche Stellung der Beratenden Pflegefachkraft
  •  Aufgabenbereiche der Beratenden Pflegefachkraft
  •  Aktuelle Entwicklungen im Pflegekontext der Eingliederungshilfe
  •  QM vs. Beratende Pflegefachkraft
  •  Einführung in das pflegerische Risikomanagement


Qualitätsentwicklung

  •  Begleitung von Veränderungsprozessen
  •  Die Einführung von Standards planen und vermitteln
  •  Erstellen von Konzepten und Standards
  •  Rechtliche Grundlagen und organisatorische Rahmenbedingungen

Modul 2 - Gut gepflegt! Pflege planen und dokumentieren

Pflegeplanung und Dokumentation

  •  Erkennung von pflegerischen Risiken und deren Auswirkungen
  •  Dokumentation des Risikomanagements
  •  Erhebung der strukturierten Informationssammlung
  •  Symptomatische Prophylaxeplanung
  •  Beratung von Bewohner/innen und Angehörigen
  •  Kommunikation im interdisziplinären Team
  •  Evaluation von Maßnahmen
  •  Formulierungshilfen

Pflegegraduierungen aktiv gestalten


  • Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff
  •  Begriffe und Hilfeformen
  •  Pflegegrade und Begutachtungsverfahren
  •  Einschätzung der Selbständigkeit/Fähigkeiten und Bewertung der Module
  •  Relevanz für die Pflegedokumentation
  •  Vorbereitung der Begutachtung
  •  Praktische Beispiele

Modul 3 - pflegerisches Risikomanagement, Teil 1

Beobachtung und Wahrnehmung:  Die Haut

  • Hautbilder und Hautphänomene

Intertrigoprophylaxe

  •  Definition eines Intertrigo
  •  Erkennen von Bewohner/innen mit einem Intertrigorisiko
  •  Einleiten entsprechender prophylaktischer Maßnahmen
  •  Therapie eines Intertrigo
  •  Maßnahmenplanung und Maßnahmendokumentation


Dekubitusprophylaxe (nationaler Expertenstandard)


  •  Grundlagen und Anforderungen der Expertenstandards
  •  Definition eines Dekubitus
  •  Pathophysiologie eines Dekubitus
  •  Erkennen und Erheben eines Dekubitusrisikos
  •  Einleitung von prophylaktischen Maßnahmen im Sinne des Expertenstandards
  •  Maßnahmenplanung und Maßnahmendokumentation, Evaluation
  •  Dokumentationshilfen


Methodenkompetenz – Moderation und Präsentation

  •  Gestaltung von Anleitungssituationen
  •  „Der kritische Kollege“ – Mitarbeiter/innen (er-)kennen
  •  Besprechungen moderieren – ein Methodenkoffer
  •  Präsentationsmöglichkeiten - Arbeitsergebnisse ansprechend darstellen
  •  Präsentationstechniken – was ist meine Technik?
  •  Praktische Beispiele

Modul 4 - pflegerisches Risikomanagement, Teil 2

Thromboseprophylaxe einschließlich Grundlagen der Kompressionstherapie

  • Definition und klinisches Erscheinungsbild der Thrombose
  •  Folgen einer Thrombose
  •  Sofortmaßnahmen
  •  Ursachen und Risikofaktoren kennen
  •  Maßnahmen der Thromboseprophylaxe einschließlich der Venenkompression
  •  Medikamentöse Maßnahmen


Förderung der Harnkontinenz (nationaler Expertenstandard)

  • Grundlagen und Anforderungen der Expertenstandards unter Berücksichtigung des Respektes und der Würde eines Menschen
  •  Physiologie der Blasenentleerung
  •  Formen der Harninkontinenz
  •  Erhebung / Graduierung einer Kontinenz-/Inkontinenzform
  •  Erstellen eines Kontinenz-/Inkontinenzprofiles
  •  Einleitung von prophylaktischen Maßnahmen im Sinne des Expertenstandards
  •  (Möglichkeiten der Inkontinenzversorgung)
  •  Maßnahmenplanung und Maßnahmendokumentation, Evaluation
  •  Dokumentationshilfen


Beobachtung und Wahrnehmung: Verdauungsapparat

  •  Anatomie und Physiologie des Verdauungsapparates
  •  Anteile des Magendarmkanals
  •  Erkrankungen der Verdauungsorgane: Zungenerkrankungen, Speicheldrüsenerkran-kungen, Gastritis, Enteritis, Kolitis, Obstipation, Ileus
  •  Pflegerischer Umgang mit Darmkranken Menschen
  •  Obstipationsprophylaxe (interner Standard)


Sturzprophylaxe (nationaler Expertenstandard)

  •  Grundlagen und Anforderungen der Expertenstandards
  •  Definition eines Sturzes
  •  Sturzrisiken und Sturzfolgen
  •  Erkennen und Erheben eines Sturzrisikos (intrinsische und extrinsische Faktoren)
  •  Einleitung von prophylaktischen Maßnahmen im Sinne des Expertenstandards
  • Maßnahmenplanung und Maßnahmendokumentation, Evaluation
  • Dokumentationshilfen

Modul 5 - pflegerisches Risikomanagement, Teil 3

Förderung der oralen Ernährung in der Pflege (nationaler Expertenstandard)

  •  Grundlagen und Anforderungen der Expertenstandards
  •  Definition von Fehl- und Mangelernährung
  • Bedarfs- versus Bedürfnisgerechte Ernährung
  •  Ernährungsbiographie
  •  Ernährungs- und Flüssigkeitsbilanzierung (interner Standard)
  •  Einleitung von prophylaktischen Maßnahmen im Sinne des Expertenstandards
  •  Maßnahmenplanung und Maßnahmendokumentation, Evaluation
  • Dokumentationshilfen


Soor-/Parotitisprophylaxe, spezielle Mundpflege

  • Definition Soor, Parotitis
  •  Erkennen von Bewohnern mit einer Soor-/Parotitisgefahr
  • Einleiten entsprechender prophylaktischer Maßnahmen
  • Therapie bei eingetretenem Soor-/Parotitis
  •  Anwendung einer speziellen Mundpflege
  • Maßnahmenplanung und Maßnahmendokumentation


Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen (nationaler Expertenstandard) (interner Standard)

  •  Grundlagen und Anforderungen der Expertenstandards
  •  Entstehung von Schmerzen / chronisches Schmerzsyndrom
  •  Ziele des Expertenstandards
  • Kooperation mit anderen Berufsgruppen
  • Das WHO Stufenschema zu Analgesieverfahren
  •  Dokumentationshilfen


Abschlusskolloquium

  • Präsentation der Facharbeiten im Plenum
  • Zertifikatsübergabe

Methoden

Die Methodik der Seminargestaltung orientiert sich jeweils an den entsprechenden Inhalten der Seminarmodule und umfasst u. a. praktische Trainings. Ergänzend gibt es Theorieinputs, Präsentation mittels PowerPoint-Folien, offenen, moderierten Austausch und das Erstellen und Visualisieren von Projektplänen.

Dozierende

Magnus Beck, Porta-Westfalica; Fachauditor für das Gesundheits- und Sozialwesen (KA), Pflegedienstleiter,

 

Zielgruppe

Gesundheits- und Krankenpfleger*innen, Altenpfleger*innen, Kinderkrankenpfleger*innen

1. Modul

Termin

31.08.22, 10.00 Uhr – 01.09.22, 17.00 Uhr

Kurs-Nr.

08-2022-08-055

2. Modul

Termin

08.11.22, 10.00 Uhr – 09.11.22, 17.00 Uhr

Kurs-Nr.

08-2022-11-056

3. Modul

Termin:

25.01.23, 10.00 Uhr – 26.01.23, 17.00 Uhr

Kurs-Nr.

08-2023-01-001

4. Modul

Termin

07.03.23, 10.00 Uhr – 08.03.23, 17.00 Uhr

Kurs-Nr.

08-2023-03-002

5. Modul

Termin

17.05.23, 10.00 Uhr – 19.05.23, 17.00 Uhr

Kurs-Nr.

08-2023-05-003

Teilnahmegebühr

Modul 1 - 4:

265,00 Euro bei Anmeldung bis zum 05.07.22
295,00 Euro bei Anmeldung ab dem 06.07.22

Modul 5:

440,00 Euro bei Anmeldung bis zum 05.07.22
470,00 Euro bei Anmeldung ab dem 06.07.22

 

Teilnahmezahl mind.

10

Unterkunft und Verpflegung

Sie werden bei uns in der Kolping-Bildungsstätte untergebracht und verpflegt. Die Verpflegung bieten wir als Buffet an. Sie beinhaltet Frühstück, Stehkaffee, Mittagessen, Kaffee mit Kuchen, Abendessen sowie Tagungsgetränke im Tagungsraum.

Teilnehmende, die das Zertifikat "Beratende Pflegefachkraft" erhalten möchten, müssen an allen 5 Modulen teilnehmen. Zudem erstellen sie einen Reflexionsbericht über das Implementieren bzw. die Weiterentwicklung der Arbeit in der Einrichtung.

Anmeldung

  • Ulrike Trimborn

    Sekretärin - Menschen mit Behinderungen

    0 25 41 8 03 - 109
    E-Mail


Fachliche Fragen

  • Petra van Husen

    Pädagogische Leitung - Hörschädigung und Kommunikation, Weiterbildung Musik, Lebensgestaltung und Persönlichkeitsentwicklung, Menschen mit Behinderungen, Geschäftsleitung / Leitung, Pädagogik

    +49 2541 803-114
    E-Mail

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