Fortbildung zum Trauerbegleiter/zur Trauerbegleiterin Große Basisqualifikation nach BVT e.V.

1,5-jährige Fortbildung zur Trauerbegleitung

Ort
Tagungshaus Kolping-Bildungsstätte
Gerlever Weg 1 48653 Coesfeld

Veranstalter
Kolping-Bildungsstätte Coesfeld GmbH

Termine
Fr, 13.04.2018, 09:30 Uhr - 18:00 UhrTermin buchenMi, 06.06.2018, 18:00 Uhr - So, 10.06.2018, 15:00 UhrTermin buchenFr, 21.09.2018, 18:00 Uhr - So, 23.09.2018, 15:00 UhrTermin buchenFr, 23.11.2018, 18:00 Uhr - So, 25.11.2018, 15:00 UhrTermin buchenFr, 18.01.2019, 18:00 Uhr - So, 20.01.2019, 15:00 UhrTermin buchenSa, 16.03.2019, 10:00 Uhr - So, 17.03.2019, 14:00 UhrTermin buchenFr, 10.05.2019, 18:00 Uhr - So, 12.05.2019, 15:00 UhrTermin buchenFr, 28.06.2019, 18:00 Uhr - So, 30.06.2019, 15:00 UhrTermin buchenFr, 06.09.2019, 18:00 Uhr - So, 08.09.2019, 15:00 UhrTermin buchenMi, 20.11.2019, 18:00 Uhr - So, 24.11.2019, 15:00 UhrTermin buchen

Die Kolping-Bildungsstätte Coesfeld ist durch ihren Mitarbeiter, Herrn Norbert Mucksch, Mitglied des Bundesverbandes Trauerbegleitung und bildet nach bundesweit einheitlich gültigen Standards aus. 

Nach Beendigung der Fortbildung sind die Teilnehmenden in der Lage, Menschen in ihrer normalen Trauer zu begleiten und verfügen über ausreichendes Wissen, bei erschwerter Trauer oder Traumatisierungen an Fachkräfte weiter zu vermitteln.

Dozentinnen / Dozenten

Anja Gloddek-Voß, Münster; Koordinatorin im ambulanten Hospizdienst, Palliative Care Fachweiterbildung, Diplom Heilpädagogin, Supervisorin (DGSv), Psychodramaleiterin

Mucksch, Norbert, Dipl. Theologe, Dipl. Sozialarbeiter, Pastoralpsychologe (DGfP), personzentrierter Berater (GwG), Ausbilder für Trauerbegleitung (BVT), Psychodramaleiter (DFP, DAGG), Fortbildung in ‚Analytischer Psychologie und Seelsorge‘ sowie gruppen- dynamische Zusatzqualifikation ‚Leiten und Beraten von Gruppen‘ (DAGG), Mitglied im Bundesverband Trauerbegleitung (BVT), Supervisor (DGSv)

Mathilde Reinhard, Havixbeck; Dipl.-Sozialpädagogin, Radix Körpertherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HPG)

Ferdi Schilles, Dülmen; Dipl.-Theologe, Supervisor (DGSv), Trauerbegleitungsausbildung bei Jorgos Canacakis, Trauerbegleitung, Fortbildung u. Supervision in eigener Praxis (sensus)

Martina Zabel, Bochum; Dipl.-Pädagogin, Trauerausbildung bei Jorgos Canacakis, Supervisorin (DGSv), Mediatorin, Leiterin einer Wohnstätte für Menschen mit geistiger Behinderung

Adressat/-innen

Ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter/-innen in Hospizdiensten, Interessierte, Menschen aus pflegerischen und pastoralen Berufen

Entscheidungsworkshop

Termin

13.04.18, 9.30 – 18.00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2018-04-032

Mindestteilnehmeranzahl

16

Einen Tag lang werden in Einzelgesprächen Teilnahmekriterien zur Fortbildung besprochen. Gleichzeitig kann sich die Gruppe kennen lernen.

Die Teilnahme am Entscheidungsworkshop ist Voraussetzung für die Kursteilnahme. Es entsteht jedoch keine Verpflichtung und keine Berechtigung, an der Fortbildung teilzunehmen.

1. Kursabschnitt

Die eigene Trauer im Kontext von Trauerbegleitung

Termin:

06.06.18, 18.00 Uhr – 10.06.18, 15.00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2018-06-019

Um Trauerbegleitung so wahrnehmen zu können, dass der trauernde Mensch im Focus der Begleitung steht, muss sich die Begleitperson der Trauer im eigenen Leben nicht nur bewusst sein, er oder sie muss sie als Teil des eigenen Lebens bejaht und somit integriert haben. Daran soll in diesem Kursabschnitt gearbeitet werden. 

Das Lernen von Trauerphasen ist eine erste Einführung in das Feld von Verstehen und Begleitung Trauernder. Dieser 1. Kursabschnitt ist stark selbsterfahrungsorientiert.

Dozentinnen / Dozenten

Martina Zabel, Norbert Mucksch

2. Kursabschnitt

Wenn Sterben und Trauern zusammenfallen

Termin

21.09.18, 18.00 Uhr – 23.09.18, 15.00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2018-09-020

Gerade wenn Trauerbegleitung als Folge einer Sterbebegleitung oder gleichzeitig mit ihr wahrgenommen wird, sind klare Vorstellungen von dem, was man selbst als Trauerbegleiter/- in will, ebenso wichtig wie ein klares Bild von dem Unterschied zwischen Trauerbegleitung und Sterbebegleitung. 

Aber auch in anderem Kontext geht es immer wieder darum, sich selbst und anderen deutlich zu machen, worin der „Arbeitsauftrag“ konkret besteht und wie man sich gut abgrenzen kann zu manchmal berechtigten Wünschen nach Therapie seitens trauernder Menschen.

Dozentinnen / Dozenten

Mathilde Reinhard, Norbert Mucksch

3. Kursabschnitt

Trauerbegleitung als Prozess: den gemeinsamen Weg mit dem Trauernden gestalten

Termin

23.11.18, 18.00 Uhr – 25.11.18, 15.00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2018-11-021

Das Angebot von Struktur kann Menschen in der Trauer Halt und Sicherheit geben. Deshalb ist es wichtig, wenn Begleiter und Begleiterinnen wissen, wie sie einen Trauerbegleitprozess beginnen und abschließen. Ein gut aufgebautes Erstgespräch, ein Kontraktgespräch, ein Ritual für das Ende einer Begleitung, all das gestaltet die Begleitung und fördert heilende Prozesse. 

Gleichzeitig fördert das Wissen um die Entscheidungsfreiheit des Trauernden und um Phänomene der Übertragung und Gegenübertragung in der Begleitung die Qualität einer Trauerbegleitung. Auch die Suche nach einer Antwort zur spirituellen Dimension von Trauer ist Teil einer guten Prozessbegleitung.

Dozentinnen / Dozenten

Ferdi Schilles, Norbert Mucksch

4. Kursabschnitt

Kommunikation mit Trauernden
vom Reden über …
vom Reden mit …

Termin

18.01.19, 18.00 Uhr – 20.01.19, 15.00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2019-01-001

Die Rolle eines Begleiters, einer Begleiterin und das Selbstverständnis darin wird einerseits oft deutlich durch die Art und Weise, wie jemand mit Trauernden spricht. Das kann als Gesprächsführung gelernt und geübt werden. Auf der anderen Seite geschieht ein weiteres Voranschreiten der Selbstreflexion in der Rolle als Trauerbegleiter/-in durch das Einüben einer Selbstreflexionsmethode auf der Basis von Körperarbeit, durch Selbstfürsorge und das Einüben einer wertschätzenden Haltung der Trauer gegenüber.

Die Vergewisserung eigener spiritueller oder religiöser Standpunkte kann im Zusammenhang mit Trauernden anderer Religionen wichtig werden. Grundwissen über den unterschiedlichen Umgang mit dem Leichnam in anderen Kulturen wird zudem hilfreich sein.

Dozentinnen / Dozenten

Mathilde Reinhard, Martina Zabel

5. Kursabschnitt

Literaturwerkstatt: Ich finde „mein“ Buch und stelle es Euch vor

Termin

16.03.19, 10.00 Uhr – 17.03.19, 14.00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2019-03-005

Fachwissen erlangt man (auch) durch das Lesen entsprechender Literatur. Auf einem Markt der Buchtitel und Autoren kann geschmökert und Probe gelesen werden. In kleinen Gruppen wird an selbst gefundener und mitgebrachter Literatur gearbeitet, um am Ende der 1 ½ Tage anderen aus der Gruppe einige Ergebnisse vorzustellen. Hier können auch die Bücher für die zu leistende Buchbesprechung gefunden werden.

Dozentinnen / Dozenten

Martina Zabel, Norbert Mucksch

6. Kursabschnitt

Formen der Trauer
Wenn es kritisch wird – Trauer und Trauma

Termin

10.05.19, 18.00 Uhr – 12.05.19, 15.00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2019-05-015

Trauer ist immer ein Prozess. Manchmal kann die Trauer durch traumatisches Erleben erschwert sein. Dieser Kursabschnitt beschäftigt sich durch theoretische Anteile und praktische Fallbeispiele mit Formen erschwerter Trauer und mit der Symptomatik und Diagnostik von Trauma, das durch die Grunderfahrung von Hilflosigkeit, Ohnmacht und Kontrollverlust geprägt ist. 

Dabei werden wir uns der Frage nähern, wie Sicherheit und Stabilisierung für den Betroffenen wiedergewonnen werden kann, was von Trauerbegleitern aus ihrer Rolle zu leisten ist, aber auch, wo Grenzen sind bzw. wo eine professionelle therapeutische Aufarbeitung angezeigt scheint.

Dozentinnen / Dozenten

Ferdi Schilles, Jürgen Hilleke

7. Kursabschnitt

Eine Gruppe lebendig leiten lernen Gruppenleitung mit Haltung und Methode der personenzentrierten Gesprächsführung auf Grundlage gruppendynamischer Erkenntnisse und unter Berücksichtigung der Methoden der Themenzentrierten Interaktion (TZI)

Termin

28.06.19, 18.00 Uhr – 30.06.19, 15.00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2019-06-002

Die Leitung eines Trauercafés oder einer Trauergruppe erfordert Kenntnisse über Prozesse und Phasen, wie sie immer und überall in Gruppen unter den Teilnehmenden ablaufen. Durch die Wahrnehmung von Gruppenprozessen kann eine Leitung mit Hilfe gezielter Interventionen eine Gruppe im Sinne des gemeinsamen Themas und Ziels steuern und leiten. Auch hier geht es um das Wahrnehmen von Übertragungen und Gegenübertragungen sowie um das Erlernen geeigneter Kriseninterventionen im Fall einer Gruppenkrise.

Dozentinnen / Dozenten

Norbert Mucksch, Anja Gloddek-Voß

8. Kursabschnitt

Die ersten Schritte in der Rolle des/der Trauerbegleiter/-in Fallarbeit, Supervision, kollegiale Beratung

Termin

06.09.19, 18.00 Uhr – 08.09.19, 15.00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2019-09-003

Nach mehr als einem Jahr Fortbildung zum/zur Trauerbegleiter/-in kann hier ein erstes Feedback zu den bereits gemachten Erfahrungen, dem eigenen Lernen und dem Umgang mit Trauernden gegeben und erhalten werden. 

Erste Erfahrungen werden ausgetauscht und supervisorisch reflektiert. Im Sinne eines weiteren konstruktiven Aufbaus der Rolle sollen Ressourcen in den Blick genommen und der Umgang damit bei sich selbst und den Trauernden eingeübt werden.

Dozentinnen / Dozenten

Martina Zabel, Anja Gloddek-Voß

9. Kursabschnitt

Mein persönliches Konzept der Trauerbegleitung Beschreibungen, Erfahrungen, Reflexionen

Termin

20.11.19, 18.00 Uhr – 24.11.19, 15.00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2019-11-004

In einer Abschlussarbeit entwickelt jede/r Teilnehmer/-in ein persönliches Trauerbegleitkonzept, in dem eigene Erfahrungen in dem Kontext der jeweiligen Trauerbegleitungssituation gesehen und reflektiert werden. Hierbei werden der Blick auf die eigenen Stärken und Schwächen, auf innere und äußerlich gegebene Grenzen und Strukturen geschult. Handlungsspielräume werden dadurch erweitert. 

Durch die schriftliche Reflexion werden Beziehungskompetenz, Fachkompetenz, Selbstreflexionskompetenz und Systemkompetenz zu einer Rollenkompetenz zusammengefügt. Die Abschlussarbeit wird in einer der Gruppe angemessenen Form den anderen präsentiert und vorgestellt.

Dozentinnen / Dozenten

Martin Zabel, Norbert Mucksch

Allgemeines

Die Fortbildung hat einen Umfang von 225 Unterrichtsstunden

  • 180 U-Stunden finden im Kurssystem in der Kolping-Bildungsstätte statt,
  • 20 U-Stunden werden selbstorganisiert durch das Arbeiten in einer „homegroup“ abgedeckt, d.h. dass sich Teilnehmer/ innen aus regionaler Nähe zwischen den Kursabschnitten treffen und Fallarbeit bzw. kollegiale Beratung oder Arbeit an Themen praktizieren,
  • 15 U-Stunden werden als 3er-Gruppensupervision á 5 Treffen genommen,
  • 10 U-Stunden werden gerechnet als Zeit zum Schreiben der eigenen Hausarbeit und der Literaturarbeit.

Der Zeitraum der Fortbildung erstreckt sich von Juni 2018 bis November 2019

Am Ende der Fortbildung legt jede/r Teilnehmer/-in

  • eine schriftliche Besprechung von Büchern oder Filmen zum Thema „Sterben/Tod/ Trauer“ vor und
  • eine Abschlussarbeit über eine durchgeführte Trauerbegleitung im Umfang von 10 DIN-A4-Seiten (1 ½ Zeilenabstand). Die Arbeit liegt der Kolping-Bildungsstätte in einfacher Ausführung gedruckt und zusätzlich als Datei ca. zwei Monate vor dem Abschlussworkshop vor

Der Kurs beinhaltet auch Abendeinheiten.

Bildungsurlaub

Für diese Fortbildung können Sie Bildungsurlaub beantragen.

Die gesamte Fortbildung wird von der Kolping-Bildungsstätte zertifiziert, den Standards des Bundesverbandes Trauerbegleitung entsprechend. (siehe: www.bv-trauerbegleitung.de)

Teilnahmegebühr

Entscheidungsworkshop: 100,00 Euro
Gesamtkosten: 3.040,00 Euro (zzgl. Kosten für Einführungsworkshop) inkl. Kurs- und Materialkosten, Unterkunft in Einzelzimmern und Verpflegung.

Eine endgültige und verbindliche Entscheidung zur Teilnahme fällt erst nach Durchführung des Entscheidungsworkshops.

Bitte beachten Sie:
Die Supervisionskosten sind nicht im Preis inbegriffen.

Die Teilnehmergebühr ist anteilig pro Kursabschnitt zu entrichten. Individuelle Teilzahlungen sind nach Absprache möglich.

Bei den Teilnehmer/-innen wird vorausgesetzt

  • mindestens 25 Jahre alt zu sein
  • sich mit eigener Trauer auseinandersetzen zu wollen
  • sich auf prozessorientierte Arbeit mit hohem Selbsterfahrungsanteil einlassen zu wollen
  • nicht selbst akut in einer persönlichen Trauer zu leben
  • die Kursleitung über akute psychische Erkrankungen oder Behandlungen zu informieren

Ein weiteres Seminar „Fortbildung zum/zur Trauerbegleiter/-in“ ist geplant für Mitte 2020 bis Ende 2021.

Anmeldung

  • Ulrike Bertels

    Sekretärin - Lebensgestaltung und Persönlichkeitsentwicklung, Sterbe- und Trauerbegleitung

    +49 2541 803-132
    E-Mail


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