Begleitung der letzten Lebensphase und Trauerbegleitung bei Menschen mit geistiger Behinderung

3-teilige Fortbildung in Anlehnung an den Palliativ Care Gedanken für Mitarbeiter/-innen in der Behindertenhilfe

Ort
Tagungshaus Kolping-Bildungsstätte
Gerlever Weg 1 48653 Coesfeld

Veranstalter
Kolping-Bildungsstätte Coesfeld GmbH

TermineDo, 29.11.2018, 10:00 Uhr - Fr, 30.11.2018, 16:00 UhrTermin buchenDo, 14.02.2019, 10:00 Uhr - Fr, 15.02.2019, 16:00 UhrTermin buchenDo, 04.04.2019, 10:00 Uhr - Fr, 05.04.2019, 16:00 UhrTermin buchen

Registrierung beruflich Pflegender



Für diese Fortbildung erhalten Sie 14 Pflegepunkte.

 

Konzeption

Das Thema Trauerbegleitung und Begleitung der letzten Lebensphase nimmt sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich der Behindertenhilfe einen immer größeren Raum ein.

Im Wohn- und Teilhabegesetz ist die Anforderung der Möglichkeit und konzeptionellen Verankerung eines würdigen Sterbens in den Wohneinrichtungen eindeutig formuliert (§1, Absatz 8 des WTG).

Im Sinne des Palliativ-Care-Gedankens (palliativ = lindernd – im Gegensatz zu kurativ = heilend) gilt es, ein ganzheitliches Begleitungskonzept auf den Weg zu bringen. Ziel ist dabei, „zur Verbesserung der Lebensqualität von Betroffenen und ihren Familien, die mit Problemen konfrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen … durch Vorbeugen oder Lindern von Leiden, … Einschätzung und Behandlung von Schmerzen, sowie anderen belastenden Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art“ (WHO 2002) bei zu tragen.

Gerade zu diesen Themen, die die Grundwerte der Arbeit betreffen, sind Standards allein nicht ausreichend. Vielmehr bedarf es der Entwicklung einer individuellen Kultur des Abschiednehmens in den Einrichtungen, die einen gemeinsamen Prozess impliziert, an dem alle Beteiligten wahrhaftig und ohne hemmende innere Blockaden teilhaben können.
Die verschiedenen Facetten eines ganzheitlichen Konzeptes der Begleitung im Sinne des Palliativ Care wird die Fortbildung unter Berücksichtigung des Wohn- und Lebensalltages in Einrichtungen der Behindertenhilfe praxisnah aufgreifen. Mit dem Angebot verschiedener Schwerpunktthemen aus den Bereichen Trauer- und Sterbebegleitung von Menschen mit geistiger Behinderung, Recht und Pflege bietet die 3-teilige Fortbildung einen nachhaltigen Lern- und Erfahrungsraum.

Aufbau der Fortbildung

Die Entwicklung einer palliativen Grundhaltung ist keine einmalige Entscheidung, sondern prozesshaft zu verstehen. Vor diesem Hintergrund sind die einzelnen Module der Weiterbildung auf einen Zeitraum von Oktober 2017 bis Juni 2018 konzipiert. Die drei Seminarblöcke mit den verschiedenen Themenschwerpunkten sind aufeinander aufgebaut.

Die Fortbildungen können sowohl als Gesamtkurs, als auch als einzelner Fortbildungsblock
gebucht werden.


1. Kursabschnitt
• Einführung in die Grundsätze des Palliativ-Care-Gedankens
• Praktische Umsetzung in Einrichtungen der Behindertenhilfe
• Trauerbegleitung von Menschen mit geistiger Behinderung im Alltag
• Teilhabe von Mitbewohner/-innen an Trauer- und Abschiedsritualen
• Begleitung der Angehörigen
• Eigene Auseinandersetzung mit den Themen „Sterben, Tod und Trauer“

2. Kursabschnitt:
• Implementierung und Integration von Palliativ-Pflege in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
• Medizinische und pflegerische Aspekte
• Schmerzmanagement
• Multiprofessionelle Teamarbeit und ihr Unterstützung in Krisensituationen
• Gestaltung meiner Rolle in abschiedlichen Prozessen: von der Assistenz im aktiven Leben zum achtsamen Begleiten und Aushalten von Menschen in diesen existentiellen Lebensthemen

3. Kursabschnitt
• Entwicklung einer individuellen Abschiedskultur in der Einrichtung
• Ethische Aspekte
• Rechtliche Aspekte
• Entwicklung eines Leitfadens zur Abschiedskultur
• Gestaltung des Abschieds und der Bestattung gemeinsam mit den Bewohner/-innen oder Kunden (Teilhabe)
• Spirituelle Ausdrucksmöglichkeiten
• Reflexion der eigenen spirituellen Wurzeln, Wünsche und Haltungen zum Abschied

Dozentinnen / Dozenten

Yvonne Knedlik, Dorsten; Diplom-Sozialpädagogin, Spirituelle Wegbegleiterin

Martina Zabel, Bochum; Dipl.-Pädagogin, Trauerausbildung bei Jorgos Canacakis, Supervisorin (DGSv), Mediatorin

Beide Dozentinnen sind Leiterin einer Wohnstätte für Menschen mit geistiger Behinderung.

Adressat/-innen

Pädagogische Mitarbeiter*innen und Pflegekräfte aus Wohngruppen,Tagesförderstätten (Erwachsenen und Kinder/Jugendbereich), sowie Werkstätten.

1. Kursabschnitt

Termin

29.11.18, 10.00 Uhr – 30.11.18, 16.00 Uhr

Kurs-Nr.

08-2018-11-049

2. Kursabschnitt

Termin

14.02.19, 10.00 Uhr – 15.02.19, 16.00 Uhr

Kurs-Nr.

08-2019-02-012

3. Kursabschnitt

Termin

04.04.19, 10.00 Uhr – 05.04.19, 16.00 Uhr

Kurs-Nr.

08-2019-04-013

Teilnahmegebühr

255,00 Euro pro Kursabschnitt inkl. Unterkunft und Verpflegung

Mindestteilnehmeranzahl

14

Pflegepunkte

14

Anmeldung

  • Ulrike Trimborn

    Sekretärin - Menschen mit Behinderungen

    0 25 41 8 03 - 109
    E-Mail


Fachliche Fragen

  • Petra van Husen

    Pädagogische Leitung - Hörschädigung und Kommunikation, Weiterbildung Musik, Lebensgestaltung und Persönlichkeitsentwicklung, Menschen mit Behinderungen, Geschäftsleitung / Leitung, Pädagogik

    +49 2541 803-114
    E-Mail

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