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Umgang mit Schuld und Scham in der Trauerbegleitung

Das Ziel der Fortbildung ist es, den „Sinn“ und die Macht von Schuld und Scham in der Begleitung sterbender und trauernder Menschen zu erkennen und gemeinsam einen konstruktiven Umgang mit Schuld- und Scham- „Gefühlen“ zu erarbeiten. Dabei geht es sowohl um die eigenen Gefühle als auch die Gefühle, der von uns begleiteten Menschen. Ausgehend von dem Verständnis für Schuldmechanismen und deren Dynamik erarbeiten wir uns eine ressourcenfördernde Haltung.

Ort
Tagungshaus Kolping-Bildungsstätte
Gerlever Weg 1 48653 Coesfeld

Veranstalter
Kolping-Bildungsstätte Coesfeld GmbH

TermineSa, 28.02.2026, 10:00 Uhr - 17:00 UhrTermin buchen

Konzeption

Ich hätte es doch früher merken müssen….
Die Ärzte haben einen schweren Fehler gemacht, sonst wäre das nicht passiert…
Für den tödlich verunglückten Sohn wird keine Trauerfeier gehalten, da er den Unfall verursacht hat …
Die Familie weiß nicht, wie sie mit dem Suizid der Tochter umgehen soll...

Schuld und Scham sind -auch unabhängig von den Bereichen „Sterben – Tod und Trauer“- schwer aushaltbare Gefühlszustände.
Eine besondere Schwere und eine besondere Funktion haben diese Emotionen für trauernde und sterbende Menschen. In sehr unterschiedlicher Ausprägung treten in der Trauer oft auch Schuld und Scham-„Gefühle“ auf: bei Sterbenden, bei ihren Angehörigen und auch bei vielen, die mit ihnen arbeiten und sie begleiten. Um diese Aspekte in der Sterbe – und Trauerbegleitung geht es in diesem Fortbildungsangebot. Auch Aspekte der sozial nicht anerkannten Trauer („disenfranchised grief“) werden angesprochen. Das Ziel der Fortbildung ist, den tieferen Sinn und die Macht dieser Emotionen zu erkennen und so einen konstruktiven Umgang mit Schuld- und Scham- „Gefühlen“ zu erfahren und zu erlernen.

Methode

In diesem Workshop werden wir uns mit den eigenen Erlebnissen von Schuld, Scham und den sogenannten „Schuldgefühlen“ in der Begleitung sterbender und trauernder Menschen beschäftigen. Wir werden aus dem eigenen Erleben und durch den Austausch erfahren, welchen Sinn diese Scham und empfundene Schuld haben und wie ein konstruktiver Umgang mit der Scham und der oft instrumentellen Schuld möglich wird. Der Workshop ist neben der Theorievermittlung geprägt von eigenen (gemachten) Begegnungen sowie dem eigenen Erleben und Erarbeiten.

Dozierende

Sievers, Bernd; Systemischer Coach, Sterbebegleiter, Systemischer Trauerbegleiter für Kinder, Jugendliche und Familie (BVT), Online-Berater (DGOB), Spiritual Care Giver und existentielle Begleitung, Ausbilder und Referent

Zielgruppe

Sterbe- und Trauerbegleiter; haupt- und ehrenamtliche Hospizmitarbeiter; Mitarbeiter im Palliativbereich; Pflegekräfte, die mit Menschen und deren existentiellen Bedürfnissen arbeiten

Termin

28.02.2026

Kursnummer

03-2026-02-102

Teilnahmegebühr

135,00 Euro, inkl. Verpflegung

Verpflegung

Die Verpflegung bieten wir als Buffet an. Sie beinhaltet Stehkaffee, Mittagessen, Kaffee mit Kuchen, sowie Tagungsgetränke im Tagungsraum.

Teilnahmezahl max.

20

Übernachtung mit Frühstück ist gegen Aufpreis möglich.

Anmeldung

  • Yvonne Gattnar

    Sekretärin - Lebensgestaltung und Persönlichkeitsentwicklung, Sterbe- und Trauerbegleitung, MAV, Fachkräfte der Behindertenhilfe

    +49 2541 803-132
    E-Mail


Fachliche Fragen

Weitere Fortbildungen

Anschrift

Kolping-Bildungsstätte
Coesfeld GmbH
Gerlever Weg 1
48653 Coesfeld

Kontakt

T: +49 2541 803-03
E-Mail senden
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