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Fortbildung zum Trauerbegleiter/zur Trauerbegleiterin Große Basisqualifikation nach BVT e.V. - 2026-2027

9-teilige Fortbildung (225 Unterrichtsstunden in 1 ½ Jahren)

Ort
Tagungshaus Kolping-Bildungsstätte
Gerlever Weg 1 48653 Coesfeld

Veranstalter
Kolping-Bildungsstätte Coesfeld GmbH

TermineMi, 07.01.2026, 18:00 Uhr - So, 23.05.2027, 15:00 UhrTermin buchenGesamtbuchung:
1. Kursabschnitt: 07.01. - 11.01.26
2. Kursabschnitt: 27.02. - 01.03.26
3. Kursabschnitt: 08.05. - 10.05.26
4. Kursabschnitt: 03.07. - 05.07.26
5. Kursabschnitt: 05.09. - 06.09.26
6. Kursabschnitt: 20.11. - 22.11.26
7. Kursabschnitt: 15.01. - 17.01.27
8. Kursabschnitt: 12.03. - 14.03.27
9. Kursabschnitt: 19.05. - 23.05.27

Die Kolping-Bildungsstätte Coesfeld ist durch ihre Mitarbeiterin,  Martina Zabel, qualifizierendes Mitglied im Bundesverband Trauerbegleitung und setzt in ihrer Fortbildung die dort entwickelten Standards um.

Nach Beendigung der Fortbildung sind die Teilnehmenden in der Lage, Menschen in ihrer normalen Trauer zu begleiten und verfügen über ausreichendes Wissen, bei erschwerter Trauer oder Traumatisierungen an Fachkräfte weiter zu vermitteln.

Dozierende

Martina Zabel, Bochum; Dipl.-Pädagogin; Trauerausbildung bei Jorgos Canacakis, Supervisorin (DGSv), Mediatorin; Leiterin einer Wohnstätte für Menschen mit geistiger Behinderung; im Prozess zur BVT-Qualifizierenden, zeitnahe Zertifizierung in Aussicht

Franziska Marie Goßheger: 1-Fach Bachelor Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung; Ehrenamtliche Sterbebegleiterin; Große Basisqualifikation zur Trauerbegleiterin; systemische Beraterin (SG)

Anja Gloddek-Voß, Münster; Koordinatorin im ambulanten Hospizdienst, Palliative Care Fachweiterbildung, Diplom Heilpädagogin, Supervisorin (DGSv), Psychodramaleiterin

Yvonne Knedlik, Dorsten; Diplom-Sozialpädagogin, Spirituelle Wegbegleiterin, Kunsttherapeutin

Ferdi Schilles, Dülmen; Dipl.-Theologe, Supervisor (DGSv), Trauerbegleitungsausbildung bei Jorgos Canacakis, Trauerbegleitung, Fortbildung u. Supervision in eigener Praxis (Sensus)

Zielgruppe

Ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter: innen in Hospizdiensten, Interessierte, Menschen aus pflegerischen und pastoralen Berufen

 

 

1. Kursabschnitt

Die eigene Trauer im Kontext von Trauerbegleitung

Termin:

07.01.2026, 18:00 Uhr – 11.01.2026, 15:00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2026-01-029

Um Trauerbegleitung so wahrnehmen zu können, dass der trauernde Mensch im Focus der Begleitung steht, muss sich die Begleitperson der Trauer im eigenen Leben nicht nur bewusst sein, er oder sie muss sie als Teil des eigenen Lebens bejaht und somit integriert haben. Daran soll in diesem Kursabschnitt gearbeitet werden. 

Das Lernen von Trauerphasen ist eine erste Einführung in das Feld von Verstehen und Begleitung Trauernder.

Dieser 1. Kursabschnitt ist stark selbsterfahrungsorientiert.

Dozierende:
Martina Zabel, Franziska Marie Goßheger

2. Kursabschnitt

Wenn Sterben und Trauern zusammenfallen

Termin

27.02.2026, 18:00 Uhr – 01.03.2026, 15:00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2026-02-053

Gerade wenn Trauerbegleitung als Folge einer Sterbebegleitung oder gleichzeitig mit ihr wahrgenommen wird, sind klare Vorstellungen von dem, was man selbst als Trauerbegleiter:  in will, ebenso wichtig wie ein klares Bild von dem Unterschied zwischen Trauerbegleitung und Sterbebegleitung.  Aber auch in anderem Kontext geht es immer wieder darum, sich selbst und anderen deutlich zu machen, worin der „Arbeitsauftrag“ konkret besteht und wie man sich gut abgrenzen kann zu manchmal berechtigten Wünschen nach Therapie seitens trauernder Menschen.

Dozierende:
Franziska Marie Goßheger, Yvonne Knedlik

3. Kursabschnitt

Trauerbegleitung als Prozess: den gemeinsamen Weg mit dem Trauernden gestalten

Termin

08.05.2026, 18:00 Uhr – 10.05.2026, 15:00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2026-05-026

Das Angebot von Struktur kann Menschen in der Trauer Halt und Sicherheit geben. Deshalb ist es wichtig, wenn Begleiter und Begleiterinnen wissen, wie sie einen Trauerbegleitprozess beginnen und abschließen. Ein gut aufgebautes Erstgespräch, ein Kontraktgespräch, ein Ritual für das Ende einer Begleitung, all das gestaltet die Begleitung und fördert heilende Prozesse. Gleichzeitig fördert das Wissen um die Entscheidungsfreiheit des Trauernden und um Phänomene der Übertragung und Gegenübertragung in der Begleitung die Qualität einer Trauerbegleitung. Auch die Suche nach einer Antwort zur spirituellen Dimension von Trauer ist Teil einer guten Prozessbegleitung.

Dozierende:
Martina Zabel, Ferdi Schilles

4. Kursabschnitt

Kommunikation mit Trauernden: Vom Reden über …vom Reden mit …

Termin

03.07.26, 18.00 Uhr – 05.07.26, 15.00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2026-07-027

Die Rolle eines Begleiters, einer Begleiterin und das Selbstverständnis darin wird einerseits oft deutlich durch die Art und Weise, wie jemand mit Trauernden spricht. Das kann als Gesprächsführung gelernt und geübt werden. Auf der anderen Seite geschieht ein weiteres Voranschreiten der Selbstreflexion in der Rolle als Trauerbegleiter: in durch das Einüben einer Selbstreflexionsmethode auf der Basis von Körperarbeit, durch Selbstfürsorge und das Einüben einer wertschätzenden Haltung der Trauer gegenüber. Die Vergewisserung eigener spiritueller oder religiöser Standpunkte kann im Zusammenhang mit Trauernden anderer Religionen wichtig werden. Grundwissen über den unterschiedlichen Umgang mit dem Leichnam in anderen Kulturen wird zudem hilfreich sein.

Dozierende: Yvonne Knedlik, Martina Zabel

5. Kursabschnitt

Literaturwerkstatt: Ich finde „mein“ Buch und stelle es Euch vor

Termin

05.09.2026, 10:00 Uhr – 06.09.2026, 13:00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2026-09-028

Fachwissen erlangt man (auch) durch das Lesen entsprechender Literatur. Auf einem Markt der Buchtitel und Autoren kann geschmökert und Probe gelesen werden. In kleinen Gruppen wird an selbst gefundener und mitgebrachter Literatur gearbeitet, um am Ende der 1 ½ Tage anderen aus der Gruppe einige Ergebnisse vorzustellen. Hier können auch die Bücher für die zu leistende Buchbesprechung gefunden werden.

Dozierende: Martina Zabel, Franziska Marie Goßheger

6. Kursabschnitt

Formen der Trauer: Wenn es kritisch wird – Trauer und Trauma

Termin

20.11.2026, 18:00 Uhr – 22.11.2026, 15:00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2026-11-056

Trauer ist immer ein Prozess. Manchmal kann die Trauer durch traumatisches Erleben erschwert sein. Dieser Kursabschnitt beschäftigt sich durch theoretische Anteile und praktische Fallbeispiele mit Formen erschwerter Trauer und mit der Symptomatik und Diagnostik von Trauma, das durch die Grunderfahrung von Hilflosigkeit, Ohnmacht und Kontrollverlust geprägt ist.  Dabei werden wir uns der Frage nähern, wie Sicherheit und Stabilisierung für den Betroffenen wiedergewonnen werden kann, was von Trauerbegleitern aus ihrer Rolle zu leisten ist, aber auch, wo Grenzen sind bzw. wo eine professionelle therapeutische Aufarbeitung angezeigt scheint.

Dozierende: Franziska Marie Goßheger, Anja Glodekk-Voß

7. Kursabschnitt

Eine Gruppe lebendig leiten lernen

 Gruppenleitung mit Haltung und Methode der personenzentrierten Gesprächsführung auf Grundlage gruppendynamischer Erkenntnisse und unter Berücksichtigung der Methoden der Themenzentrierten Interaktion (TZI)

Termin

15.01.2027, 18:00 Uhr – 17.01.2027, 15:00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2027-01-002

Die Leitung eines Trauercafés oder einer Trauergruppe erfordert Kenntnisse über Prozesse und Phasen, wie sie immer und überall in Gruppen unter den Teilnehmenden ablaufen. Durch die Wahrnehmung von Gruppenprozessen kann eine Leitung mit Hilfe gezielter Interventionen eine Gruppe im Sinne des gemeinsamen Themas und Ziels steuern und leiten. Auch hier geht es um das Wahrnehmen von Übertragungen und Gegenübertragungen sowie um das Erlernen geeigneter Kriseninterventionen im Fall einer Gruppenkrise.

Dozierende: Martina Zabel, Anja Gloddek-Voß

8. Kursabschnitt

Die ersten Schritte in der Rolle des/der Trauerbegleiter: in Fallarbeit, Supervision, kollegiale Beratung

Termin

12.03.2027, 18:00 Uhr – 14.03.2027, 15:00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2027-03-004

Nach mehr als einem Jahr Fortbildung zum/zur Trauerbegleiter/-in kann hier ein erstes Feedback zu den bereits gemachten Erfahrungen, dem eigenen Lernen und dem Umgang mit Trauernden gegeben und erhalten werden.  Erste Erfahrungen werden ausgetauscht und supervisorisch reflektiert. Im Sinne eines weiteren konstruktiven Aufbaus der Rolle sollen Ressourcen in den Blick genommen und der Umgang damit bei sich selbst und den Trauernden eingeübt werden.

Dozierende : Martina Zabel, Franziska Marie Goßheger

9. Kursabschnitt

Mein persönliches Konzept der Trauerbegleitung

 Beschreibungen, Erfahrungen, Reflexionen

Dozierende: Martina Zabel, Franziska Marie Goßheger

Termin

19.05.2027, 18:00 Uhr – 23.05.2027, 15:00 Uhr

Kurs-Nr.

03-2027-05-003

In einer Abschlussarbeit entwickelt jede/r Teilnehmer: in ein persönliches Trauerbegleitkonzept, in dem eigene Erfahrungen in dem Kontext der jeweiligen Trauerbegleitungssituation gesehen und reflektiert werden. Hierbei werden der Blick auf die eigenen Stärken und Schwächen, auf innere und äußerlich gegebene Grenzen und Strukturen geschult. Handlungsspielräume werden dadurch erweitert. Durch die schriftliche Reflexion werden Beziehungskompetenz, Fachkompetenz, Selbstreflexionskompetenz und Systemkompetenz zu einer Rollenkompetenz zusammengefügt. Die Abschlussarbeit wird in einer der Gruppe angemessenen Form den anderen präsentiert und vorgestellt.

Dozierende: Martina Zabel, Franziska Marie Goßheger

Allgemeines

Aufteilung der 225 Unterrichtsstunden

  • 180 Unterrichtsstunden finden im Kurssystem in der Kolping-Bildungsstätte statt,
  • 20 Unterrichtsstunden werden selbstorganisiert durch das Arbeiten in einer „homegroup“ abgedeckt, d.h. dass sich Teilnehmer/ innen aus regionaler Nähe zwischen den Kursabschnitten treffen und Fallarbeit bzw. kollegiale Beratung oder Arbeit an Themen praktizieren,
  • 15 Unterrichtsstunden werden als 3er-Gruppensupervision á 5 Treffen genommen,
  • 10 Unterrichtsstunden werden gerechnet als Zeit zum Schreiben der eigenen Hausarbeit und der Literaturarbeit.

Abschlussarbeit

  • eine schriftliche Besprechung von Büchern oder Filmen zum Thema „Sterben/Tod/ Trauer“ 
  • eine Abschlussarbeit über eine durchgeführte Trauerbegleitung im Umfang von 10 DIN-A4-Seiten (1 ½ Zeilenabstand). Die Arbeit liegt der Kolping-Bildungsstätte in einfacher Ausführung gedruckt und zusätzlich als Datei ca. zwei Monate vor dem Abschlussworkshop vor

Zeit und Zeitraum der Fortbildung

  • Januar 2026 bis Mai 2027
  • Der Kurs beinhaltet auch Abendeinheiten

Bildungsurlaub/ Zertifikat

Für diese Fortbildung können Sie Bildungsurlaub nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz NRW und analog in einigen anderen Bundesländern beantragen.

Die gesamte Fortbildung wird von der Kolping-Bildungsstätte zertifiziert, den Standards des Bundesverbandes Trauerbegleitung entsprechend. (siehe: www.bv-trauerbegleitung.de)

Teilnahmegebühr

Gesamtkosten: 4898,00  inkl. Kurs- und Materialkosten, Unterkunft in Einzelzimmern und Verpflegung mit vier Mahlzeiten . (zzgl. Kosten für Entscheidungsworkshop )

Eine endgültige und verbindliche Entscheidung zur Teilnahme fällt erst nach Durchführung des Entscheidungsworkshops.

Bitte beachten Sie:
Die Supervisionskosten sind nicht im Preis inbegriffen.

Die Teilnehmergebühr ist anteilig pro Kursabschnitt zu entrichten. Individuelle Teilzahlungen sind nach Absprache möglich.

Teilnahmevoraussetzungen

  • Mindestalter 18 Jahre 
  • sich mit eigener Trauer auseinandersetzen zu wollen
  • sich auf prozessorientierte Arbeit mit hohem Selbsterfahrungsanteil einlassen zu wollen
  • nicht selbst akut in einer persönlichen Trauer zu leben
  • die Kursleitung über akute psychische Erkrankungen oder Behandlungen zu informieren

Teilnahmezahl mind.: 16

Anmeldung

  • Yvonne Gattnar

    Sekretärin - Lebensgestaltung und Persönlichkeitsentwicklung, Sterbe- und Trauerbegleitung, MAV, Fachkräfte der Behindertenhilfe

    +49 2541 803-132
    E-Mail


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Anschrift

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T: +49 2541 803-03
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