PSYCHODRAMATAGE COESFELD Lebenswandel - Liebeswandel - Zwischen Angst und Faszination

Seminar für Menschen, in therapeutischen oder pädagogischen Arbeitsfeldern sowie Menschen, die beruflich oder auch ehrenamtlich Gruppen und Teams leiten, beraten oder begleiten.

Ort
Tagungshaus Kolping-Bildungsstätte
Gerlever Weg 1 48653 Coesfeld

Veranstalter
Kolping-Bildungsstätte Coesfeld GmbH

Termine
Fr, 08.11.2019, 16:00 Uhr - So, 10.11.2019, 13:00 UhrTermin buchen

Von der Raupe zum Schmetterling
Registrierung beruflich Pflegender



Für diese Fortbildung erhalten Sie 16 Pflegepunkte.

 

Konzeption:

An diesem Wochenende geht es lebendig zu. In den angebotenen Workshops erlernen oder vertiefen Sie die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Methoden des Psychodramas. Es werden Anregungen für die persönliche Weiterentwicklung sowie für den beruflichen Alltag gegeben. Auch ist Gelegenheit der Rückbesinnung auf die eigenen Ressourcen. Neben Inspiration für „Alte Hasen“ bietet die Tagung gerade für Psychodrama-Einsteiger/- innen den optimalen Rahmen, um sich einen ersten Einblick in die Methoden und die Anwendungsvielfalt zu verschaffen!

Zudem bieten wir eine Kindergruppe für 6- bis 14-Jährige an, die sich mit Spielfreude und
vielen Aktionen dem Tagungsthema widmen.

Der Rahmen der Fortbildung bietet eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Psychodramatiker/-
innen zu vernetzen, Ideen auszutauschen oder zu entwickeln.

Lebenswandel - Liebeswandel - Zwischen Angst und Faszination

Leben bedeutet ständiges - Sich wandeln. In der Natur finden wir es in den Jahreszeiten. Im Leben sind es die Übergänge, seien sie bedingt durch das Älterwerden und den sich damit stellenden Aufgaben oder weil das Leben halt passiert und Herausforderungen mit sich bringt. Begleitet ist der Wandel von dem Spannungsfeld zwischen Angst und Faszination.

Eine wichtige Rolle spielt im Leben auch die Liebe. Die Art der Beziehungen verändert sich im Lebenswandel und manche Liebe ändert sich oder vergeht auch.

Auf der Tagung wollen wir uns im Vortrag und in den Workshops mit unterschiedlichen Aspekten und Fragen befassen. Wo steckst du gerade? Mehr bei der Angst oder mehr bei der Faszination? Welche Bedeutung haben die Pole für dein Handeln und deinen Wandel?

Workshops

Bitte einen Workshop und eine Alternative auswählen und bei der Anmeldung angeben.

Workshop 1 Wandelgang
Ute Wilbers

Ob wir es wollen oder nicht, alleine schon durch die verschiedenen Lebensphasen bleiben wir im Wandel. Der ‚Wandelgang’ fällt mal leichter, mal schwerer aus; wir entdecken neue Räume, erfreuen uns an neuen Perspektiven oder versuchen, uns um den ein oder anderen Raum herumzuschleichen. Wir kommen immer wieder ins Gehen und sind mal im Schwung und mal mit Widerständen im ‚Wandelgang.’
Der Workshop lädt ein, sich mit den eigenen Wandlungsprozessen meditativ und spielerisch auseinanderzusetzen.

Workshop 2 Der Traum als Verwandlungswerk - über die Verbindung von Traumerleben und Lebenswirklichkeit
Hans Joachim Schmitz

Der Traum als „Hüter des Schlafes“ (S. Freud) sichert unseren Tiefschlaf ab und verwickelt uns mit seiner Bilderwelt in oft absurde und unverständliche Geschichten. Tagesreste, Erinnerungsbilder und phantastisch erscheinende Neuschöpfungen komponiert der Traum zu einem „Werk“, dessen Sinn wir nicht auf Anhieb verstehen. Das Traumerleben wird daher oft als Quatsch und Seelenmüll abgetan („Träume sind Schäume“) oder aber ihm werden geheimnisvolle Sinntendenzen unterstellt („Botschaft“, Prophezeiung).
Psychologisch betrachtet sind Träume aber etwas, was uns mit uns selbst in Kontakt bringt. Wir können unsere Träume lieben oder hassen, wir können uns in und vor ihnen ängstigen und/oder von ihnen fasziniert sein. In der psychodramatischen Auseinandersetzung mit dem Traumgeschehen eröffnet uns unser privates „Seelentheater“ Einblicke in u.U. „geheime“ Wünsche, Befürchtungen und Ressourcen. Im Workshop werden wir uns individuelle Traumszenen anschauen und uns in der Beschäftigung mit ihnen verwandeln lassen.

Workshop 3 Psychodrama Kennen lernen
Kailash von Unruh, Uli Markowiak

Zum Verlieben: Wandel begleiten mit Psychodrama
             Wie geht Psychodrama?
                                  Wo und mit wem kann man das nutzen?
                      Wie fühlt sich das an?
                                               Warum funktioniert das?

Psychodrama erleben, den Bildern im Kopf reale Erfahrungen gegenüberstellen und dabei Ideen für die Anwendung in verschiedensten Settings und Anwendungsfeldern bekommen.
Dieser Workshop ist eine Reise durch die Vielfalt psychodramatischer Methoden. Du kannst Soziometrie, Vignetten, Aufstellung, Bühnenspiel, u.v.m. entdecken und einen Blumenstrauß aus Eindrücken mitnehmen, die aus dem Moment entstehen, mit Kreativität, Spielfreude und Lust am Er-Leben... – eben Psychodrama.
Gäste, Psychodrama-Einsteiger*innen und Ausbildungskandidat*innen sind herzlich willkommen!

Workshop 4 Je länger, je lieber ....?

Ernst Diebels

Ist das eine realistische Formulierung oder eine fromme Redensart für das Poesiealbum, mit der das Scheitern tabuisiert werden soll?
Liebe wandelt sich, muss sich wandeln, wenn sie bleiben will. Zweier- Beziehungen, ob mit oder ohne familiäre Erweiterung, sind immer ein Nah-Kampf. Es geht oft um die große Frage nach Nähe und Distanz: beim Thema Macht, beim Thema Geben und Nehmen, beim Thema Rollenaufteilung, beim Thema Erotik; vieles wäre noch hinzuzufügen.
Meine Erfahrung als Paartherapeut sagt: Ich glaube es geht, wenn wir offen genug, ausreichend kompromissfähig und mutig für kreative Lösungen sind.
Ziel dieses Workshops ist es, sich selbst und seinen/ ihren Partner(In) besser kennenzulernen, Übungen für Konfliktlösungen durchzuführen und ängstlich- pessimistische Einstellungen durch Kreativität aufzumischen und zu lockern.
Für all dies gibt uns die szenische Gestaltung im Psychodrama die Werkzeuge, die wir brauchen.

Workshop 5 Sprachenlernen mit PDL (Psychodramaturgie Linguistique)
Von Angst zu Liebe in der Sprachdramaturgie oder wie geht Sprache lernen ohne Stress?

Natalia Dominguez (Fribourg), Michael Troitski (Bochum)

Der Workshop zur Sprachpsychodramaturgie, so die deutsche Übersetzung von PDL, richtet sich an Menschen, die eine gewisse Angst mit Sprachenlernen verbinden. Wir werden uns mittels psychodramatischer Methoden damit befassen und einige Fragen aus der eigenen Biografie ergründen. Mehrsprachigkeit ist uns dabei ein wichtiges Anliegen: Welche Sprache(n) spreche ich wie und mit wem? Welche Haltung habe ich dazu? Warum gibt es Blockaden und Ängste?
Am zweiten Tag erleben wir die PDL-Methode durchgängig: Dazu laden wir euch auf eine Reise nach Russland ein. Russisch gilt als eine der schwierigsten Fremdsprachen! Ist es so? Dies werden wir gemeinsam in Erfahrung bringen und darüber reflektieren.
Am Sonntag werden wir uns damit beschäftigen, die Erfahrungen aus dem Workshop zu sortieren und uns den Prozess von „Angst“ zu „Liebe“ beim Sprachenlernen vor Augen zu führen. Einige Grundlagen der PDL-Methode werden ebenfalls besprochen.

Workshop 6 Übergänge und Wandel in der zweiten Lebenshälfte

Gerd Wördehoff

Die Jugend ist entflohen,
man ist nicht mehr gesund.
Es drängt die Reflexion
sich in den Vordergrund
. (Hermann Hesse)

In der Gruppe soll es um Pflege und Sorge bisheriger Lebensfülle gehen, aber auch um überdauernden Mangel an innerer Erfüllung. Dazu können wir uns in der Gruppe und mit der Gruppe auf die Suche begeben nach Zustimmung zu dem, was wir tun oder lassen. Selbstbefragung unserer derzeitigen persönlichen Existenz soll somit im Mittelpunkt unseres Austausches und kreativen Spiels stehen. Bisherige weitreichende, weichenstellende Lebensentscheidungen, scheinbar zufällig oder bewusst – selbstverantwortlich, waren Sinnvoll, ob wir das verstehen oder noch nicht. Letztlich geht es auch um die Angst vor der Freiheit, die in dieser letzten Lebenshälfte gestaltet sein will.
Wenn ich mich nach dem großen Bühnenspiel von allen Rollen dankbar verabschiedet habe, möchte ich lebenssatt zurückkehren.

Workshop 7 Bunte Gruppe (Kinder und Jugendliche zwischen sechs und vierzehn Jahren)
Jana Harriers

Für unsere bunte Gruppe ist das sich Wandeln können, wollen, sollen, müssen, dürfen ein schönes Thema. Im Rahmen des Workshops werden wir uns spielerisch mit Wandel in Lebensgeschichten, die ja oft auch Liebesgeschichten sind, auseinandersetzen. Wie bin ich jetzt? Wie möchte ich mal sein? Wozu brauche ich Mut? Was kann ich schon gut? Was gefällt mir in meinem Leben? Was sollte anders sein? Die Teilnehmer*innen können diese Fragen humorvoll miteinander diskutieren und in Form von kleinen Sketchen auf die Bühne bringen. Ansonsten werden die Teilnehmer*innen ganz viel Freiraum für ihre eigenen Ideen und Wünsche bekommen. Auch die grüne Umgebung wollen wir während des Workshops erkunden. Die Teilnehmer*innen sollte mindestens 6 Jahre alt sein.

Programm

Freitag, 08.11.2019

bis 16.00 Uhr          Anreise und Stehkaffee
16:30 - 18.00 Uhr   Begrüßung
                              Erwärmung zum Tagungsthema und zu den Arbeitsgruppen
18.00 Uhr               Abendessen
19.00 - 21.15 Uhr   Seminar

Samstag, 09.11.2019
ab 8.00 Uhr            Frühstück
09.15 - 12.30 Uhr   Seminar
12.30 Uhr               Mittagessen
13.30 - 15.00 Uhr   Nachmittagskaffee und Kuchen
                              Büchertisch, Informationsbörse zu Ausbildungsmöglichkeiten,
                              Teilnehmerbescheinigungen
15.00 - 17.30 Uhr   Seminar
18.00 Uhr               Vortrag und Lesung:
                              Petra Fietzek (Schriftstellerin) „Aus Heimweh nach mir“ 
                              Vortrag und Lesung aus eigenen Texten zum Wandel von Selbstliebe
19:30 Uhr               Eröffnung des Buffets; Féte, Kleinkunst, Musik, Tanz

Sonntag, 10.11.2019
ab 8.00 Uhr           Frühstück
09.15 -11.30 Uhr   Seminar
11.45 Uhr               Abschlussplenum
12.30 Uhr              Mittagessen

Methode

Psychodrama

Dozentinnen / Dozenten

Ernst Diebels:
Dipl.- Psychologe, Psychologischer Psychodramatherapeut, ehem. Leiter einer psychiatrischen Tagesklinik in Wuppertal

Natalia Dominguez:
Sie studierte Slavistik und Romanistik in Moskau, Bochum und Oviedo und unterrichtet Russisch als Fremdsprache an der Universität Fribourg. Sie ist zertifizierte Trainerin für PDL (Sprachdramaturgie, „psychodramaturgie linguistique“ nach Bernard Dufeu), gibt Fortbildungen und Workshops für Lehrkräfte

Petra Fietzek:
Schriftstellerin, ca. 60 Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Rundfunkarbeit, Ausbildung in „Poesie- und Bibliotherapie“ und „Analytischer Psychologie und Seelsorge“, zahlreiche Schreibseminare (u.a. seit 2009 „Die Heilkraft des Schreibens“ in der Kolping-Bildungsstätte Coesfeld)

Jana Harriers:
Heilpädagogin und systemischer Beraterin , Traumapädagogin / Traumafachberaterin, Dortmund

Ulrich Markowiak:
Organisationsberater, Coach, Supervisor Koordinator des Beraternetzwerkes koelnteam, Psychodrama Institut für Europa, Köln

Hajo Schmitz:
Dipl.-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Psychodrama-Therapeut, Supervisor, Gladbeck

Michael Troitski:
Er studierte Germanistik in Russland und Deutsch als Fremdsprache in Kassel, unterrichtet Deutsch und Russisch als Fremdsprache an der Ruhr-Universität Bochum, Psychodrama-Leiter (in Ausbildung, 4. Jahr)

Petra van Husen:
Dipl.-Pädagogin, Psychodrama- Leiterin, Bibliodramatikerin, Coesfeld

Kailash von Unruh:
Dipl. Psychologin, freiberufliche Beraterin/Trainerin, Ruppichteroth

Ute Wilbers:
Supervisorin/ Coach M.A. (DGSv), Kreativtherapeutin, Psychodramatikerin, Dozentin an der Fachhochschule für Soziale Arbeit (HAN Hogeschool Arnhem en Nijmegen)


Adressat/-innen

Menschen, die in therapeutischen, pflegerischen oder pädagogischen Arbeitsfeldern tätig sind. Menschen, die beruflich oder auch ehrenamtlich Gruppen und Teams leiten, beraten oder begleiten.

Termin

08.11.19, 16.00 Uhr – 10.11.19, 14.00 Uhr

Kurs-Nr.

08-2019-11-022

Teilnahmegebühr

312,00 Euro; 207,00 Euro (ermäßigt für Studenten)
inkl. Unterkunft und Verpflegung

Mindestteilnehmeranzahl

50

Pflegepunkte

16

Anmeldung

  • Ulrike Bertels

    Sekretärin - Lebensgestaltung und Persönlichkeitsentwicklung, Sterbe- und Trauerbegleitung

    +49 2541 803-132
    E-Mail

Anmeldung

  • Andrea Hilgert

    Sekretärin - Familie und Familienwelten, Hörschädigung und Kommunikation, Weiterbildung Musik, Lebensgestaltung und Persönlichkeitsentwicklung

    +49 2541 803-120
    E-Mail


Fachliche Fragen

  • Petra van Husen

    Pädagogische Leitung - Hörschädigung und Kommunikation, Lebensgestaltung und Persönlichkeitsentwicklung, Menschen mit Behinderungen

    +49 2541 803-114
    E-Mail

Weitere Fortbildungen

Anschrift

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