Hospizliche Begleitung und Unterstützung von Menschen mit geistigen Behinderungen in der Behindertenhilfe

Fortbildung für Ehren-und hauptamtliche Mitarbeiter/-innen in der Sterbe- und Trauerbegleitung, Hospizgruppen

Ort
Tagungshaus Kolping-Bildungsstätte
Gerlever Weg 1 48653 Coesfeld

Veranstalter
Kolping-Bildungsstätte Coesfeld GmbH

Termine
Mo, 23.09.2019, 18:00 Uhr - Mi, 25.09.2019, 15:00 UhrTermin buchen

Konzeption

In den Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe gibt es im Umgang mit den Themen Sterben und Trauer kaum gewachsene Kulturen. Denn aufgrund des geschichtlichen Hintergrundes leben erst in den letzten Jahren vermehrt älterwerdende und hochbetagte Menschen mit geistiger Behinderung in Wohnstätten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können deshalb nur auf wenig entsprechende berufliche Erfahrungen zurückgreifen. Erprobte Konzepte und Traditionen stehen kaum zur Verfügung.

Für die ehren- und hauptamtlichen Hospizkräfte ist die Begleitung von Sterbenden in diesen Einrichtungen ebenfalls ein neues Aufgabenfeld. Ihnen fehlt dabei die Sicherheit im Umgang mit Menschen mit einer geistigen Behinderung. Auch die Besonderheiten der Beziehungsstrukturen innerhalb einer Wohnstätte im Unterschied zu einer Pflegeeinrichtung sind ihnen häufig fremd. Die Primärfamilie behält ihre Bedeutung meist ein Leben lang und die Beziehungen zwischen Bewohnern und Mitarbeitenden sind nicht selten über Jahrzehnte gewachsen.

Damit Menschen mit geistiger Behinderung auch in ihrer letzten Lebensphase in ihrem Zuhause bleiben und würdevoll und selbstbestimmt bis zum Ende leben können, ist es erforderlich, dass alle um sie herum, einschließlich der Familie, gut zusammenwirken. Hier können ehrenamtliche Hospizkräfte den Menschen in den Wohneinrichtungen, ob den Bewohnerinnen selber, dem Personal und auch den Angehörigen, die Sicherheit geben, dass dies wirklich durchführbar ist und sie dabei die erforderliche fachliche und menschliche
Unterstützung erhalten.

Ziel der Fortbildung ist es, ehren- und hauptamtliche Hospizmitarbeiter/-innen zu befähigen, die Menschen in Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe bei der Entwicklung einer Sterbe –und Trauerkultur zu unterstützen und zu begleiten.

Darüber hinaus gibt es Raum, eigene Ängste und Unsicherheiten anzuschauen, zu benennen und evtl. schon umzuwandeln.

In der direkten Begleitung der Menschen mit geistigen Behinderungen geht es darum, deren Bedürfnisse und Äußerungen wahrnehmen und verstehen zu lernen, sowie kreative Ideen für die Kommunikation zu entwickeln, wenn aktive Sprache nicht möglich ist. Damit kann Sicherheit in der Haltung und im Handeln wachsen.

Methode:

Die Bearbeitung des Themas erfolgt über Theorieinputs, Übungen, Fallarbeit und Austausch im Plenum

Dozentinnen / Dozenten

Martina Zabel, Bochum; Dipl.-Pädagogin, Trauerausbildung (Canacakis), Supervisorin (DGSv), Mediatorin, Leiterin einer Wohnstätte für Menschen mit geistiger Behinderung
Yvonne Knedlik, Dorsten; Diplom-Sozial-pädagogin, Leiterin einer Wohnstätte für Menschen mit geistiger Behinderungen, Spirituelle Wegbegleiterin

Adressat/-innen:

Ehren-und hauptamtliche Mitarbeiter/-innen in der Sterbe- und Trauerbegleitung, Hospizgruppen

Termin:

23.09.19, 18.00 Uhr – 25.09.19, 15.00 Uhr

Kurs- Nr.:

03-2019-09-078

Teilnahmegebühr:

375,00 Euro inkl. Unterkunft und Verpflegung

Mindestteilnehmerzahl:

14

Anmeldung

  • Ulrike Bertels

    Sekretärin - Lebensgestaltung und Persönlichkeitsentwicklung, Sterbe- und Trauerbegleitung

    +49 2541 803-132
    E-Mail


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Gerlever Weg 1
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