„Die Welt von morgen wächst vor Ort!“

20.09.2019

„Die Welt von morgen wächst vor Ort!“

Hätten alle solchen Feuereifer für die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Globalisierung wie das Künstlerduos aus Uganda und Deutschland, müsste uns um die Zukunft unserer Erde nicht bange sein. Das Kolpingwerk Diözesanverband Münster hatte alle Interessenten zur Präsentation der geplanten Kunstinstallation eingeladen. Sie soll als zentrales Element der „Weltbaustelle Coesfeld“ in den nächsten Wochen auf der Freifläche zwischen dem Innenhof der Kolping-Bildungsstätte und dem Pius-Wald am Coesfelder Berg entstehen.

Sonja Wilmer-Kausch, Geschäftsführerin des Kolping-Diözesanfachausschusses „Internationalität und Eine Welt“, Initiator der Veranstaltungsangebote zur Weltbaustelle Coesfeld, begrüßte ihre Mitstreiter im Fachausschuss, Kolping-Diözesanvorsitzenden Harold Ries aus Xanten und einige lokale Kooperationspartner. Sie unterstützten durch ihre Mitwirkung dieses Projekt „sehr unkompliziert und mit hoher Bereitschaft“, lobte Wilmer-Kausch, „um mittels Kunst und verschiedensten Events die nachhaltigen Entwicklungsziele der 2030-Agenda der Vereinten Nationen einer breiten Bevölkerung bewusst zu machen“. Max Steindorf sorgte mit seinem Gitarrenspiel für musikalisches Flair.

„Die Künstler sind anwesend“, hieß es im gut gefüllten Foyer der Kolping-Geschäftsstelle in Coesfeld. Mit viel Enthusiasmus erläuterten Emanuel (Künstlername Emma) Owor (Gulu) und Norbert Then (Stadtlohn) anhand von Bildern und Skizzen die künstlerische Umsetzung der Frage „Wie baut man eine neue, bessere, Welt?“ Die Grundkonstruktion wird eine Kuppel aus Stahlrohren, ähnlich eines münsterländischen Weidenzeltes. Allerdings mit den respektablen Ausmaßen von sechs Metern Durchmesser und drei Höhenmetern.

Farbiges Glas mit Symbol-Ornamenten, das durch Sonneneinstrahlung die Kuppel in verschiedenen Farben leuchten lässt, Stahl, Holz, unterschiedlichste Werkstoffe, die die Natur bereithält. „Wir befinden uns beim Bau in einem kreativen Prozess, das endgültige Projekt entsteht im Garten“, so Emma. „Die Verstrebungen gestalten wir als Rankhilfe und lassen sie bewachsen mit Gehölzen, eventuell Weinreben und Obststräuchern, die jedes Jahr neue Ernte bringen“, stellt Norbert Then sich vor und hofft auf Spenden dieser Art zum gemeinsamen „Weltbau.“ Ein Projekt also, das nicht nur im symbolischen Sinne über die Jahre wachse. „Und es kann auch von innen genascht werden“, schmunzelt er, denn: „Dort entsteht ein gemütlicher, kommunikativer Raum mit Holzhockern, der von verschiedensten Gruppen oder Veranstaltungen genutzt werden kann“.

Wünsche: Gartengeschenke und Manpower

Die beiden Künstler hoffen, dass sie noch einen Ginkgo-Baum geschenkt bekommen. Der wäre perfekt als zentrales Element, „in die ‚Welt-Mitte‘ gepflanzt, durch die offene Kuppel in den Himmel hineinragend und vom Regen gespeist“. Diese Baumart ist bereits seit über 300 Millionen Jahre auf unserer Erde heimisch und gilt bis heute als Symbol der Hoffnung und Freundschaft. Das Motto der NRW-Weltbaustellen „Die Welt von morgen wächst vor Ort!“ werde in Coesfeld mit diesem Skulptur-Projekt sinnbildlich bestens umgesetzt. Das Projekt wächst mit den Ideen und den Materialien, die man noch auftreiben könne. „Lehm wäre super, dann könnten wir noch einen Wasserlauf modellieren.“ Und Manpower wäre auch nicht schlecht. „Hilfe können wir bei diesen Ausmaßen immer gebrauchen“, laden Norbert und Emma ein. Denn um eine bessere Welt zu schaffen, ist die Unterstützung vieler Menschen nötig.

Konzept der Weltbaustellen NRW

Das Konzept der Kampagne der NRW-Weltbaustellen im Zeitraum 2018 – 2020 erläuterten noch Lina Dybowski, Projektleiterinnen der Weltbaustellen beim Eine Welt Netz NRW, und ihre Praktikantin Carina Liersch. Derzeit seien in NRW sieben „Vor-Ort-Weltbaustellen“ aktiv. „Wir sind mittlerweile weit weg, die Welt in Entwicklungs- und Schwellenländer als Globalen Süden und uns als Globalen Norden zu trennen. Nur wenn wir gemeinsam aktiv werden, haben wir eine Chance.“

Genau dafür warb auch Matthias Knauff. Der Kolping-Diözesanfachausschuss-Vorsitzende aus Oelde berichtete von der über 25-jährigen Partnerschaft mit dem Kolpingwerk Uganda. Dass Emanuel Owor sich bereit erklärt habe, hier seine Talente einzubringen, zeige einmal mehr „die gelebte Partnerschaft, unser gemeinsames Engagement für nachhaltige Ziele und, wie wir heute erleben, die Freude an dieser Zusammenarbeit“.

Text/Fotos: Rita Kleinschneider

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