Kolping-Bildungsstätte Coesfeld noch attraktiver
Heimvolkshochschule wurde nach dem Gütesiegelverbund zertifiziert / Ansporn für weitere gute Arbeit
Petra van Husen, Wolfgang Rahe und Viktor Appelmann (v. l.) sind stolz, dass die Kolping-Bildungsstätte Coesfeld die Zertifizierung nach dem Gütesiegelverbund Weiterbildung e. V. erhalten hat (Foto: Hagemann)
Die Heimvolkshochschule Kolping-Bildungsstätte Coesfeld will für ihre Tagungsteilnehmer und Gäste noch attraktiver werden. Insgesamt 6.500 Gäste pro Jahr zählt die Einrichtung und verfügt über rund 5.000 eigene Teilnehmertage im pädagogischen Bereich der Heimvolkshochschule. Nunmehr erhielten bei einer Feierstunde des Bistums in Münster Geschäftsführer Viktor Appelmann und die pädagogische Mitarbeiterin der Kolping-Bildungsstätte Petra van Husen sowie der Berater Wolfgang Rahe aus den Händen der Leiterin der Zertifizierungsstelle des Gütesiegelverbundes Weiterbildung e. V. Kirsten Hillmann das Zertifikat und die Teilnehmerurkunde.
Die Initialzündung zu dieser Zertifizierung kam durch das Weiterbildungsgesetz des Landes, was vorschreibt, dass ab 2010 nur noch Landesmittel fließen, wenn zertifiziert wird. „Erst haben wir dies als Last empfunden“, erklärten übereinstimmend Appelmann und van Husen. Doch am Ende war man froh, dass dieser intensive Zertifizierungsprozess ab Spätsommer 2007 erfolgreich und von Nutzen ist. Unterstützt wurde die Leitung der Bildungsstätte von Wolfgang Rahe vom Kolping-Bildungswerk als QM-Prozess-Berater. Bekanntlich hatte das Kolping-Bildungswerk der Diözese mit Sitz in Coesfeld vor zwei Jahren als erste katholische Einrichtung des Bistums bereits die Zertifizierung erhalten. Entsprechend den sieben Qualitätsbereichen des Gütesiegelverbundes wurde die Qualität der Bildungsarbeit der Heimvolkshochschule beschrieben, überprüft und weiter entwickelt. Da die Kolping-Bildungsstätte zusätzlich auch als Tagungsbetrieb arbeitet, wurden die ergänzenden Anforderungen an das Belegungs- und Tagungsmanagement ebenfalls systematisch überprüft. Dies geschah im Rahmen von drei Workshops mit allen Mitarbeitern und vielen Arbeitstreffen in den einzelnen Bereichen. Qualität nach dem Gütesiegelverbund heißt u. a. Kundenzufriedenheit, gute Beratung, Planung an den Interessen der Teilnehmer, richtige Auswahl der Lehrenden und fachliche pädagogische Kompetenz, geeignete Unterrichtsräume, Materialien und Medien sowie Anregungen, Lob und Kritik aufzugreifen. Am Ende des Prozesses wurde festgestellt, dass die Zuständigkeiten und Abläufe effektiver geworden sind, die innerbetriebliche Kommunikation verbessert, der Dialog mit den Kunden intensiviert wurde. In drei Jahren wird eine erneute Überprüfung des Zertifikates vorgenommen.
Aus dem Kreisdekanat Coesfeld wurden bei der Feierstunde in Münster auch das Katholische Bildungsforum im Kreisdekanat mit dem Kreisbildungswerk und den Familienbildungsstätten Coesfeld, Dülmen, Lüdinghausen, Selm und Werne ebenfalls mit Zertifikaten ausgezeichnet.
